Die Kunstschüler:innen des 4. Jahrgangs A der Kunstschule Wien beschäftigten sich im Mai und Juni 2026 mit der Frage, was das Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft eigentlich bedeutet.
Auf Anfrage der Sozialbau-Genossenschaft und auf Vermittlung der Bezirksvertretung befragten die jungen Kreativen Bewohner:innen eines Sozialbaus dazu, was sie unter gelungener Gemeinschaft verstehen. Die am häufigsten genannten Antworten waren nachbarschaftliche Hilfe, die Gestaltung des gemeinsamen Gartens sowie das Zusammenleben mit Wildtieren.
Die Ergebnisse der Befragung wurden vom Kunstjahrgang in ein gemeinsames Konzept zur Bemalung dreier Wände in den Stiegenhäusern des Sozialbaus überführt: Eine Morgen-, eine Mittags- und eine Abendwand repräsentieren unterschiedliche Momente des Zusammenlebens. Die einzelnen Schüler:innen stellten jeweils einen Aspekt des Zusammenlebens bildlich dar und positionierten ihr Motiv auf den Wänden, wodurch verschiedene Szenerien entstanden.
Ausgewählte Statements der Kunstschüler:innen zu deren Motiven
Wer wollte nicht schon mal etwas backen/reparieren und es hat eine Zutat/ein Werkzeug gefehlt? Es ist Sonntag, was nun? Zum Glück gibt es eine tolle Gemeinschaft an Nachbarn, die einem gerne mal ein bisschen Mehl oder einen Hammer leihen.
Lina Bauer
Das Motiv eines Kindes beim Radschlagen steht für Freude an Bewegung, Freiheit und die enge Verbindung zur Natur. Es symbolisiert einen Ort, an dem Kinder unbeschwert spielen, entdecken und den Garten als gemeinsamen Lebensraum erleben können.
Carolina Sperling Dominguez
Eine Person hilft der anderen, indem sie ihr eine Einkaufstasche überreicht und sie dadurch im Alltag unterstützt. Hilfsbereitschaft und gegenseitige Unterstützung sind die Grundlage einer offenen und freundlichen Nachbarschaft. Unabhängig davon, ob es sich um Kinder oder Erwachsene handelt – alle sind füreinander da und tragen gemeinsam zu einem harmonischen Zusammenleben und zum Wohlbefinden der Gemeinschaft bei.
Lenya Michahelles
Videoporträt des Projekts
… mit weiteren Statements von Hausbewohner:innen, den Schüler:innen, dem Obmann der Volksbau Genossenschaft, Ernst Bach sowie dem Kunstlehrer der KMD Herbststrasse, Tobias Dörler
Video: (c) Sozialbau AG
Finalisierung & gemeinsame Eröffnung
Nach der farblichen Grundierung der Wände wurde von den Schüler:innen mit hohem Einsatz jedes Motiv gesprayt und am Schluss Details zeichnerisch ergänzt. Am 18. Juni 2026 erfolgte die feierliche Eröffnung der drei Wände, gemeinsam mit den Bewohner:innen, Ottakrings Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp und Volksbau-Obmann Ernst Bach.
Herzlichen Dank!
Wir bedanken uns für die wunderbare Zusammenarbeit. Danke an Herrn Waberer, Herrn Softic und den weiteren Bewohner:innen für die Unterstützung vor Ort, Herrn Streimelweger für die Koordination von Seiten der Sozialbau-Genossenschaft und Stefanie Lamp für die Vermittlung.























