Am 23. Jänner 2026 fand an unserer Schule ein besonderes Projekt statt: Das Demokratiespiel der dänischen Botschaft, das fächerübergreifend im Rahmen von Politischer Bildung (Gasz) und Ethik (Herberth) mit den beiden vierten Klassen Kunst durchgeführt wurde.
Ausgangspunkt des Spiels war ein fiktives, aber hochaktuelles Szenario:
Durch den Klimawandel sind vier neue Inseln in Europa entstanden. Die Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rolle von Auswandernden und gründeten auf jeweils einer Insel einen eigenen Staat – ganz nach ihren Vorstellungen.Jede Insel gab sich einen Namen, entwarf eine Flagge, bestimmte eine Botschafterin oder einen Botschafter und wählte zehn Werte aus, die für das Zusammenleben besonders wichtig sein sollten. Dabei wurde schnell klar: Ressourcen sind begrenzt. Da im Boot nicht genug Platz war, mussten einige Werte bewusst über Bord geworfen werden – eine wichtige Übung in demokratischer Entscheidungsfindung.Im weiteren Verlauf des Spiels ging es um die Frage des EU-Beitritts. Eine der Inseln war bereits Mitglied der Europäischen Union und übernahm die Rolle der Jury. Die drei anderen Inseln traten als Beitrittskandidaten an. In drei Diskussionsrunden präsentierten sie Argumente für ihren Beitritt, beantworteten kritische Fragen der Jury und versuchten, diese von ihren demokratischen Prinzipien zu überzeugen. Nach jeder Runde vergab die Jury einen Punkt an die überzeugendste Insel.
Das Demokratiespiel ermöglichte den Schülerinnen und Schülern, politische Prozesse nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern aktiv zu erleben. Wie die dänische Botschaft selbst beschreibt, ist das Spiel ein interaktives Erlebnis, das junge Menschen darin bestärken soll, ihre Stimme zu nutzen und sich in der Gesellschaft zu engagieren. Genau das wurde an diesem Nachmittag sichtbar: engagierte Diskussionen, reflektierte Entscheidungen und ein beeindruckendes Maß an politischem Verständnis.
Ein gelungenes Projekt, das nicht nur gezeigt hat, wie lebendig und relevant Demokratiebildung in der Schule sein kann, sondern auch Spaß gemacht hat.












