Auf Reise mit einer angebissenen Sprache in der Tasche. Modena mitsamt seinen Bewohnern begrüßt uns strahlend an einem Sonntagabend. Weich, wie ein Kuchen bleibt, mir Modena in Erinnerung: Fassaden in Butterfarbe, getüncht in Sonnenstrahlen, keksartiger Boden, mehlige Speisen, Rosinenschuhe und eine zuckrige Schicht an Offenheit unter der vermengten Menge an Menschen. Die Straßen im Zentrum sind gepflastert mit großen Lücken zwischen den Steinen, perfekt zum Steckenbleiben für einen feinen zierlichen Frauenschuhabsatz, jedoch bedacht konstruiert für das Verschlucken von Überschwemmungen. Der Turm in der „Piazza Grande“ neigt sich bescheiden nach rechts und verrät die Stadt mit ihrem Lehmuntergrund.
In der Sprachschule hängt Kunst an den Wänden. So wie die Bilder eine visuelle Geschichte erzählen, lernen wir wie Italiener ihre Sprache gerne mit passender Gestikulation unterstreichen. Wir lernen zu fragen, zu erzählen und zu verstehen. Unbemerkt schleicht sich neues Vokabular in den Kopf un schließt einen schönen Kreis mit der Umgebung. Ein Kaffeeautomat steht im Flur, gibt vor verschiedensten Kaffee, Tee und Kakao auszuschenken, doch verteilt er bloß ungesüßten Espresso. Die Simplizität erkenne ich später wieder, in der Laune, dem Essen und der Entscheidungen und genieße sie durchaus.
In zwanzigminütiger Entfernung liegt ein weiterer Ort um erkundet zu werden und wir brechen am Dienstag auf. Bologna steht imposant und hoch. Mächtige portici sitzen schützend und kilometerweit über den Köpfen und halten Licht mitsamt Hitze fern. Flache Dächer und unentschiedene Türme prägen das Gesicht der Stadt. Die Basilika „San Petronio“ prahlt im Zentrum und wacht über den vorüberziehenden Tag.
Unsere Reise kommt wieder einmal zum Stillstand und rastet abgelegen von Modena in einem Weintraubenfeld. Ein alter Herr mit lieblichem Enthusiasmus für seine Produktion stellt uns seinen „Aceto Balsamico“ vor. Eine Innovation aus Modena und sehr beliebt in der italienischen Küche. Doch wer meint Essig sei bloß Essig liegt hier falsch, denn unsere Geschmackspalette erweiterte sich von süß- trüffelig-stechend bis hin zu salzig-sauer-flaumig an diesem Nachmittag in dem Balsamicobetrieb. Hände voller Weintrauben schreiten wir in den Abend, bereit für einen weitern Ausflug.
So schön wie einem das Wort Ravenna von der Zunge rollt gelangten wir dorthin und besichtigten ein Mausolem sowie gleich die „San Vitale“ nebenan. Mit feinster Präzision in den Kalkmörtel gesetzte bunte Steinchen, ergeben Mosaike, welche in der ganzen Stadt die Hauswände entlang kriechen und sich im Inneren der San Vitale Kirche akkumulieren, um ein atemberaubendes biblisches Kunstwerk an der ausgehöhlten Decke abzubilden. Symbolik lauert in jeder Ecke und wartet nur darauf entdeckt und begutachtet zu werden.
Kitschige Magneten, ein Flasche Balsamico für die Familie, vollgeschriebene Italienischarbeitsblätter und mit einer warmer Verabschiedung sind wir auf dem Heimweg zurück nach Wien und können sagen:
Ciao bella Italia! – Ci vediamo presto!
(Vera Ulrich, 5hma)
Modena, eine eher unscheinbare Stadt mitten in der Emilia-Romagna, die auf den ersten Blick vielleicht nicht besonders wirkt. Doch hinter den bunten Mauern und engen Gassen verbirgt sich eine Stadt voller verborgener Geheimnisse und erstaunlicher Traditionen. Obwohl das Zentrum in einigen Minuten durchquert ist, entdeckt man hinter jeder Ecke etwas Neues. Diese Reise ermöglicht es einem, die Geheimnisse hinter der Herstellung des Balsamico-Essigs zu enthüllen, der in Modena entstanden ist, den Mercato Albinelli voller regionaler Spezialitäten zu besuchen und die romantisch wirkende Sprache zu meistern. Ebenso nimmt man teil an Tagesausflügen in nahegelegene Städte, um die italienische Kultur noch besser kennenzulernen. Aber wie wäre es, wenn du selbst die Überraschungen der kleinen Stadt entdeckst, denn Modena hat mehr zu bieten als man vermutet.
(Matylda Zborowska, 5hkb)
Meine Sprachwoche in Italien war echt richtig cool und ehrlich gesagt viel besser, als ich erwartet hatte. Am Anfang wusste ich nicht genau, was auf mich zukommt, aber ich habe mich schnell eingelebt und die Woche sehr genossen. Wir haben viel Italienisch gesprochen und dabei echt einiges dazugelernt. Am coolsten fand ich, dass wir das Italienische direkt im Alltag benutzen konnten, zum Beispiel beim Essen bestellen oder beim Einkaufen. Natürlich haben wir auch viel unternommen, waren in verschiedenen Städten und haben richtig gutes italienisches Essen gegessen. Insgesamt hatte ich einfach eine richtig schöne Zeit, hab viel gelernt und viele neue Erinnerungen gesammelt. Ich würde so eine Sprachwoche auf jeden Fall wieder machen.
(Jara Puchter, 5hmb)








