Am 11. Juni 2026 besuchten die Modeschüler:innen des 2. Jahrgangs der KMD Herbststrasse im Rahmen des Unterrichts zum Projektqualitätsmanagement das Unternehmen Sportalm Kitzbühel.
Nach einer angenehmen Zugfahrt, während der an einer Decke mit dem Schullogo gehäkelt wurde, erreichte die Gruppe das beeindruckende Firmengebäude in Kitzbühel. Hinter der eher nüchternen Fassade verbarg sich eine inspirierende Arbeitswelt, die den Besucher:innen spannende Einblicke in die Entstehung hochwertiger Mode ermöglichte.
Die Eigentümerin und Unternehmensleiterin Ulli Ehrlich begrüßte die Gäste herzlich und führte persönlich durch das Unternehmen. Bereits die schlichte und harmonische Gestaltung der Innenräume hinterließ einen bleibenden Eindruck. Im Laufe der Führung erläuterte Frau Ehrlich, dass das Gebäude nach den Prinzipien des Feng Shui errichtet wurde und sie im Stiegenhaus ihren persönlichen „Guggenheim-Moment“ geschaffen habe.
Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Unternehmens begann die Besichtigung im Zuschnittsraum. Dort konnten die Modeschüler:innen beobachten, wie Schnitte präzise aus Stoffen zugeschnitten werden. Besonders beeindruckend war eine Lasermaschine, mit der Muster auf Kunstleder aufgebracht werden können. Die angenehme Arbeitsatmosphäre und die Freundlichkeit der Mitarbeiter:innen waren während des gesamten Rundgangs spürbar.
Sportalm Kitzbühel legt großen Wert auf nachhaltiges Arbeiten. Verwendet werden unter anderem PFAS-freie und recycelte Materialien, zudem kommen – soweit möglich – biologische Farbstoffe zum Einsatz. In Kitzbühel entstehen die Prototypen der Modelle, während die Serienproduktion in Bulgarien erfolgt.
Anschließend führte Frau Ehrlich die Gruppe in die Nähwerkstätte. Hier werden Ideen und Entwürfe in tragbare Modelle umgesetzt. Sobald ein Prototyp finalisiert ist, wird die Produktion an den Standort in Bulgarien übergeben.
Das Sortiment von Sportalm Kitzbühel umfasst neben traditioneller Trachtenmode auch Wintersportbekleidung sowie Casual Wear. Für die Umsetzung dieser vielfältigen Kollektionen stehen zahlreiche Spezialmaschinen zur Verfügung. Besonders eindrucksvoll war die Stickmaschine, die eigens während des Besuchs ein florales Motiv mit der Aufschrift „Herzlich Willkommen“ anfertigte. Ein Mitarbeiter erklärte anschaulich, wie Stickmuster programmiert werden und die Maschine ihre Arbeitsabläufe selbstständig ausführt.
Im zweiten Stock besichtigte die Gruppe das Lager, in dem fertig verpackte Kleidungsstücke für den nationalen und internationalen Versand bereitstehen.
Im dritten Stock erhielten die Modeschüler:innen von einer REFA-Mitarbeiterin interessante Einblicke in deren Tätigkeitsbereich. In der großzügigen Mitarbeiterküche wurde erläutert, wie Arbeitsprozesse analysiert und optimiert werden. Dadurch gewannen die Schüler:innen einen weiteren Einblick in die vielfältigen Berufsfelder der Bekleidungsindustrie.
Ein weiterer Programmpunkt war die Schnittabteilung. Dort arbeitet Sportalm Kitzbühel mit dem System „Lektra“ und ist insbesondere für die ausgezeichnete Passform seiner Modelle bekannt. Ulli Ehrlich bezeichnete die Schnittkonstruktion als die „DNA“ einer Marke.
Zum Abschluss führte die Besichtigung in die Abteilung für Kollektionsentwicklung. Die Modeschüler:innen lernten ein digitales System kennen, das Trends, Farbkombinationen, historische Kollektionen sowie Stoffinformationen analysiert und damit die Gestaltung neuer Kollektionen unterstützt. Darüber hinaus kann das Programm Prognosen zu zukünftigen Farbtrends erstellen.
Zum Ausklang des gelungenen Exkursionstages erhielten alle Teilnehmer:innen eine Goodie-Bag sowie eine kleine Stärkung. Die Exkursion bot den Modeschüler:innen des 2. Jahrgangs der KMD Herbststrasse wertvolle Einblicke in die vielfältigen Arbeitsbereiche eines international erfolgreichen Modeunternehmens und zeigte eindrucksvoll, wie Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit in der Modebranche miteinander verbunden werden.









